Archiv des Autors: Stadtbibliothek Herten / EB

So schön war es in Panama!

Bei hochsommerlichen Temperaturen folgten am 19. April gut 100 kleine und große Janosch-Fans der Einladung der Kinder- und Jugendbibliothek und besuchten die Kindertheater-Vorstellung „Oh wie schön ist Panama“.Im Rahmen der Reihe „Kinderbücher werden lebendig“ führte das Trotz-Alledem-Theater den Kinderbuchklassiker von Janosch auf und nahm die Zuschauer mit auf die Reise des kleinen Bären und des kleinen Tigers  auf der Suche nach  ihrem Traumland Panama. Kurzweilig dargestellt waren die Begegnungen mit Fuchs, Kuh, Maulwurf, Maus und Krähe, die dem kleinen Bären und dem kleinen Tiger auf ihrer Suche nach  Weg nach Panama behilflich waren.

Vielen Dank an den Förderverein der Stadtbibliothek für die finanzielle Unterstützung!

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Warnstreik im Öffentlichen Dienst – Bibliothek bleibt heute geschlossen!

Ausrufezeichen

Wegen des Warnstreiks im Öffentlichen Dienst bleibt die Stadtbibliothek am heutigen Dienstag (10.04.2018) ganztägig geschlossen. Die Rückgabe von Gesellschaftsspielen ist an diesem Tag leider nicht möglich.  Alle anderen Medien können über die Rückgabeautomaten im Foyer und an der Außenrückgabe zurück gegeben werden. Die verschiedenen Möglichkeiten für eine Leihfristverlängerung finden Sie hier.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Buchtipp des Monats: „Willkommen bei den Friedlaenders!“ von Adrienne Friedlaender

Der Untertitel des Buches beschreibt das Thema gar nicht schlecht: “ Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan“. Aber der Reihe nach: Adrienne Friedlaender und ihre vier Söhne beschließen ziemlich spontan, selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden und einen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen. So kommt für einige Monate der 22jährige Moaaz aus Syrien zu der Familie – und integriert sich schnell und gut ins Familienleben, trotz mancher Irritationen und Missverständnisse. Die Autorin, von Beruf Journalistin, beschreibt in diesem Erfahrungsbericht sehr ehrlich die Herausforderungen, die so eine Aktion mit sich bringt, aber auch die schönen und lustigen Momente des interkulturellen Zusammenlebens. Sie macht Mut, auf das Fremde  bzw. den Fremden zuzugehen und mehr auf das Verbindende als auf das Trennende zu schauen. Ein positives Beispiel, das Nachahmer finden sollte!

Wenn Sie wissen möchten, ob das Buch in der Bibliothek verfügbar ist, klicken Sie bitte hier.

Warnstreik im Öffentlichen Dienst – Bibliothek bleibt heute geschlossen!

Ausrufezeichen

Wegen des Warnstreiks im Öffentlichen Dienst bleibt die Stadtbibliothek am heutigen Dienstag (20.03.2018) ganztägig geschlossen. Die Rückgabe von Gesellschaftsspielen ist an diesem Tag leider nicht möglich.  Alle anderen Medien können über die Rückgabeautomaten im Foyer und an der Außenrückgabe zurück gegeben werden. Die verschiedenen Möglichkeiten für eine Leihfristverlängerung finden Sie hier.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Buchtipp des Monats: „Gray“ von Leonie Swann

Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent für Anthropologie an der Universität Cambridge und leicht zwanghaft, wird gegen seinen Willen vorübergehend Halter des sehr klugen und äußerst gesprächigen Graupapageis Gray. Dessen eigentlicher Besitzer Elliot, einer von Huffs Studenten, ist beim nächtlichen Fassadenklettern zu Tode gestürzt. Weil Augustus Huff nicht ausschließen kann, dass es sich bei dem vermeintlichen Unglücksfall in Wirklichkeit um einen Mord handelt, beginnt er nachzuforschen – was mit einem vorlauten Papagei auf der Schulter nicht ganz einfach ist. Aber die beiden raufen sich zusammen und bilden ein gutes Team, sodass der Todesfall aufgeklärt werden kann.

Ich hatte viel Spass beim Lesen des Romans, was den beiden Hauptfiguren zu verdanken ist. Augustus Huff ist sympathisch und auch ein bisschen schrullig. Gray wird glücklicherweise nicht vermenschlicht, aber seine aufgeschnappten Worte oder Sätze werden wie Kommentare und Hinweise eingesetzt und bringen die Handlung voran.

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Buchtipp: „Ich kann, du kannst, Erkan“ von Inga Liebig

Wenn Flüchtlinge und andere Migranten unterschiedlichster Nationalitäten gemeinsam Deutsch lernen, stehen haarsträubende Missverständnisse auf der Tagesordnung. Aber der gemeinsame Integrations- und Deutschkurs bietet allen auch die Möglichkeit, andere Kulturen neben der eigenen und der deutschen kennen zu lernen. Inga Liebig leitet Integrationskurse in Berlin und erzählt mit viel Liebe und Humor aus ihrem Kursalltag, in dem ihre Schülerinnen und Schüler mit den Fallstricken der deutschen Sprache und der deutschen Alltagskultur kämpfen. Sie als Lehrerin wiederum erhält Einblick in die Alltagskultur der Herkunftsländer ihrer Schüler und entwickelt dabei einen neuen Blick auf ihr eigenes Heimatland, schaut sozusagen mal von außen auf Deutschland – und auf die deutsche Sprache. Die Geschichten sind erheiternd und erhellend gleichermaßen, es macht Spaß, das Buch zu lesen.

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Buchtipp des Monats: „Die Grammatik der Rennpferde“ von Angelika Jodl

Salli Sturm ist 52 Jahre alt, Single und bringt ausländischen Erwachsenen mit Begeisterung die deutsche Sprache bei. Sergey Dyck war in Russland ein erfolgreicher Jockey, arbeitet in Deutschland aber aufgrund seiner dürftigen Deutschkenntnisse nur als Stallbursche. Zwischen den beiden einsamen Menschen gibt es keinerlei Berührungspunkte. Als Sergey aber seine Situation mit dem Kauf eines Rennpferdes verbessern möchte, braucht er Sallis Hilfe: als Sprachlehrerin wie als Strohfrau für den Pferdekauf. Und so prallen die beiden unterschiedliche Lebenswelten aufeinander und nähern sich allmählich einander an …

Mir hat gut gefallen, wie sich die sympathische Hauptfigur Salli im Laufe der Erzählung verändert. Sie lässt sich mutig auf Veränderungen in ihrem Leben ein und wird fast unmerklich selbstbewusster, ohne jedoch ihre Verletzlichkeit zu verlieren. Und auch der eher wortkarge Sergey bleibt nicht der, der er am Anfang der Geschichte war.

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Linktipp: Sommers Weltliteratur to go

Neulich bin ich über einen wirklich schönen Link gestolpert: Sommers Weltliteratur to go. In kurzen Videos von 9 bis 12 Minuten wird der Inhalt von Werken der Weltliteratur mit Hilfe von Playmobil-Figuren kurz und knackig und sehr unterhaltsam erzählt und dargestellt. Ich hatte jede Menge Spaß damit, mir z.B. Kafkas Verwandlung oder Tolkiens Hobbit anzuschauen, Shakespeares Romeo und Julia oder Goethes Faust. Ob Homer, Schiller oder Horvath, Sophokles, Büchner oder Hauptmann, ob Schullektüre, Theaterklassiker oder anspruchsvoller Roman  – die Auflistung der Videos lässt so gut wie keine Wünsche offen. Alle Filmchen kann man sich natürlich auch auf Michael Sommers eigenem Youtube-Kanal anschauen.

Als Appetithäppchen und passend zur Jahreszeit gibt es hier „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens:

 

 

Sachbuchtipp: „Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen?“ von Andrea Gentile

Der italienische Journalist hat in seinem unterhaltsamen Sachbuch naturwissenschaftliche Phänomene, die in Kultserien vorkommen, verständlich erklärt. Dabei werden so wichtige Themen geklärt wie „Was tun bei einer Zombie-Epidemie?“ (The Walking Dead), „Lügen alle Patienten?“ (Dr. House), „Der Winter naht – aber wann ist er endlich da?“ (Game of Thrones) oder „Das Cooper-Hofstadter-Paradoxon“ (The Big Bang Theory) – und natürlich das titelgebende „Hausgemachte Methamphetamin“ (Breaking Bad). Das Ganze kommt sowohl amüsant als auch wissenschaftlich durchdacht daher. Ein Must-Have für Serienfans!

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Buchtipp: „Engelspfade“ von Alic Peterson

Der Titel des Buches klingt ja schon ein bisschen kitschig und lässt in Verbindung mit dem Cover eher einen esoterisch angehauchten Liebesroman vermuten. Statt dessen blättert sich die Geschichte von Cassandra auf, die mit Anfang 20 nach einem Autounfall querschnittsgelähmt und deshalb für den Rest ihres Lebens auf den Rollstuhl angewiesen ist. Nach dem Unfall zieht sie sich zunächst von allem zurück und hadert sehr mit ihrem Schicksal. Erst als sie den Golden Retriever Ticket kennen lernt, der zum Helferhund ausgebildet wurde und ihr von nun an zur Seite steht, bekommt sie wieder genügend Lebensmut und Selbstvertrauen, um einen – betreuten – Skiurlaub zu buchen. Dort lernt sie Charlie kennen, charmant, gut aussehend und ihr persönlicher Betreuer …

Cass‘ Leben im Rollstuhl wird ziemlich klar und schonungslos beschrieben. Probleme und Schwierigkeiten des Alltags, die man sich als gehfähiger Mensch zum Teil gar nicht  so vorstellen kann, kommen sehr deutlich zur Sprache. Aber auch die persönliche Entwicklung von Cass, von abgrundtiefer Verzweiflung bis hin zu neuem Lebensmut und einem eigenständigen Leben, lesen sich sehr lebensnah. Und als kleines Schmankerl ist da auch noch eine schöne Liebesgeschichte. Mein Fazit also: ein rundum gelungenes Buch.

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