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Buchtipp: „So finster, so kalt“ von Diana Menschig

menschigIm Grunde handelt es sich bei diesem Roman um eine moderne und zugleich gruselige Variante des Märchens von Hänsel und Gretel. Die Anwältin Merle Hänssler ist völlig überarbeitet und wird von heftigen Albträumen geplagt. Dann erfährt sie vom Tod ihrer Großmutter, die in einem einsam im Wald gelegenen Knusperhäuschen wohnte und bei der sie als Kind viel Zeit verbracht hat. Um sich zu entspannen, fährt sie für einige Tag in das Häuschen und entdeckt dort im Nachlass ihrer Großmutter Texte eines Benediktinermönches aus dem Jahr 1647: er erzählt die seltsame Geschichte von Hans, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte und von einem  geheimnisvollen und grausamen Wesen namens Greta verführt wurde. Für Merle beginnen sich nun Märchen und Realität auf eine gespenstische Weise zu vermischen.

Sehr spannend ist das alles, ich konnte nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die unterschiedlichen Handlungsfäden zusammen hängen und auf welches Ende die Geschichte zusteuert.

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Übrigens, ein vergleichbarer Roman ist „Der geheime Name“ von Daniela Winterfeld, der das Märchen von Rumpelstilzchen in eine moderne und gruselige Fassung bringt.

Buchtipp: „Die Karte der Welt“ von Royce Buckingham

buckinghamEndlich mal wieder ein wunderbarer Fantasy-Schmöker voller Abenteuer und Spannung! Wenn man das Buch in die Hand nimmt und zu lesen beginnt, wird man schnell hineingezogen in die Welt des Wexford Stoli, eines jungen Schweinehirten mit außergewöhnlichem Zeichentalent. Er schließt sich als Kartenzeichner einer Expedition an, die die Nordgrenze seines Heimatlandes Abrogan erforschen soll. Dort bildet ein dichter schwarzer Schleier ein scheinbar undurchdringliches Hindernis. Wex entdeckt schnell, dass er durch Zeichenstriche auf der Karte diesen Schleier verschieben und das darunter liegende Land frei legen kann. Doch die Entdeckungen, die die Expeditionstruppe in diesen neu gewonnen Landstrichen machen, stürzen alle in gefährliche Abenteuer.

Mich hat besonders der Einfallsreichtum des Autors begeistert, der fremde und dennoch vertraute Wesen erschafft, die immer wieder überraschende Verhaltensweisen an den Tag legen und so das Abenteuer unvorhersehbar machen. Ein unterhaltsamer Lesegnuß!

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Buchtipp: „Der geheime Name“ von Daniela Winterfeld

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Die 18jährige Fina ist es leid, mit ihrer Mutter ständig von einem Ort zum anderen zu ziehen, immer auf der Flucht vor ihrem vermeintlich gewalttätigen Vater. Sie flüchtet sich zu ihrer Großmutter, die in einem Häuschen am Rand des Moores lebt. Von diesem Moor fühlt sich Fina auf unerklärliche Weise magisch angezogen und trifft dort eines Tages Mora, in den sie sich verliebt. Doch Mora hat einen Herrn, ein grausames und gefährliches Wesen, das sein berechnendes Spiel mit den beiden treibt. Als Fina dahinter kommt, worum es dem Wesen eigentlich geht, ist es fast schon zu spät …

Die Autorin hat eine gruselige und spannende Version des Märchens vom Rumpelstilzchen erschaffen, in der auch die Romantik nicht zu kurz kommt. Alle Elemente und Themen des Märchens tauchen nach und nach in der Geschichte auf und ermöglichen einen Aha-Effekt, ohne dass die Handlung dadurch vorhersehbar wäre. Ein äußerst gelungener Fantasy-Roman, der auch für Nicht-Fantasy-Leser super-spannend ist!

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Buchtipp: „Die Königsmörder-Chronik“ von Patrick Rothfuss

Die bisher erschienenen 3 Bände der „Königsmörder-Chronik“ gehören zu den Romanen, die man am liebsten gar nicht aus der Hand legen und in einem durchlesen möchte. Und kaum hat man einen dickleibigen Band fertig, möchte man sich auf den nächsten stürzen! Alles ist drin in dieser Geschichte: Phantastik und Spannung, echte Helden und fiese Schurken, verlässliche Freunde und gemeine Widersacher, Intrigen, Abenteuer und sogar Liebe und Romantik. Als gut und spannend erzählter Entwicklungsroman kann der Titel auch Lesern empfohlen werden, die Fantasy-Literatur nicht so gerne mögen.

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Magiers Kvothe. Nachdem er schon früh seine Eltern verliert, versucht er sein Glück bei der Universität für Magie des Commonwealth. Als mächtiger Zauberer, so hofft er, wird er sich an den Mördern seiner Eltern, den rätselhaften dämonischen Chandrian, rächen können. Doch die Ausbildung ist langwieriger als gedacht, und da der zwar bettelarme, aber sehr talentierte Kvothe leicht reizbar und aufbrausend ist, bleiben auch Konflikte mit Lehrern und Mitstudenten nicht aus.  Auf der Suche nach den Chandrian muss er viele Abenteuer bestehen und manchen Rückschlag hinnehmen – doch er gibt nicht auf und verwandelt sich allmählich in den vielbesungenen legendären Helden des Commonwealth,  den man auch den „Blutlosen“, den „Arkanen“ oder den „Königsmörder“ nennt.

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Buchtipp: „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Walter Moers verfügt über eine überbordende Fantasie, die sich besonders in den vielen Büchern Bahn bricht, die in Zamonien spielen – einer erstaunlichen Welt, die durch die „13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ eingeführt wurde. Mein Lieblingsbuch aus diesem Kosmos ist eindeutig „Die Stadt der träumenden Bücher“. Es erzählt von den Abenteuern des jungen Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, der auf der Suche nach dem genialsten Dichter aller Zeiten immer tiefer in das gefährliche, von Büchern und seltsamen Wesen bevölkerte Labyrinth gerät, das sich unter der Buch- und Literaturstadt Buchhaim ausdehnt. Besonders schön ist, wie Walter Moers in Form von Anagrammen die Namen bekannter Schriftsteller in die Geschichte  einbindet – zum Beispiel Ojahnn Golgo van Fontheweg (alias Johann Wolfgang von Goethe).  Es macht viel Spass, diese Anagramme zu entschlüsseln – oder es zumindest zu versuchen! Aus dem ganzen Roman spricht die zu Herzen gehende Liebe zu Büchern und zur Literatur.

Nun ist ein Folgeband erschienen, „Das Labyrinth der träumenden Bücher“, in dem die Abenteuer des mittlerweile erwachsenen Hildegunst von Mythenmetz weitergeführt werden – und in dem weitere wunderbare Anagramme warten, die nun auch die Musik- und Kunstwelt erfassen. Beide Bücher sind unbedingt lesenswert, eine weitere Folge  kündigt sich am Ende des 2. Bandes auch schon an …

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