Schlagwort-Archive: Psychologisches

Buchtipp: „Good as Gone“ von Amy Gentry

Als 13-jährige wird Julie nachts aus ihrem Elternhaus entführt, nur ihre jüngere Schwester Jane ist Zeugin des Vorfalls. Vater, Mutter und Schwester gehen auf unterschiedliche Art mit dem Schicksalsschlag um, und mit der Familie steht es nicht zum Besten, als Julie 8 Jahre später plötzlich unangekündigt vor der Türe steht. Doch bald verstrickt sie sich in Lügen, Zweifel kommen auf. In Julies Mutter keimt ein furchtbarer Verdacht: Ist diese junge Frau tatsächlich ihre verschwundene Tochter?

Erzählt wird aus Sicht der Mutter und verschiedener Frauen. Erst allmählich bekommt man eine Idee, warum das so ist und was tatsächlich passiert sein könnte – es bleibt also spannend bis zum Schluss!

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Buchtipp: „Toter Himmel“ von Gilly MacMillan

toterhimmelDie frisch geschiedene Rachel erlebt den Alptraum aller Eltern: während eines Spaziergangs im Wald verschwindet ihr 8jähriger Sohn Ben spurlos. Und als wäre das noch nicht genug, wendet sich nach einem unglücklich verlaufenen Presseauftritt auch noch die Öffentlichkeit gegen sie und überzieht sie im Internet mit Hasstiraden. Die polizeilichen Ermittlungen verlaufen zäh und machen auch vor sorgfältig gehüteten Familiengeheimnissen nicht Halt, so dass Rachel sich nach und nach von Polizei, Freunden und Familie im Stich gelassen fühlt und schließlich niemandem mehr traut.

Die Autorin schildert packend die Frustration der ermittelnden Polizeibeamten, die auch persönliche Probleme mit in den Fall bringen, und den immer offensichtlicher werdenden psychischen Ausnahmezustand Rachels, der schließlich zum Zusammenbruch führt. Das Buch ist intensiv, berührend und außerdem auch noch spannend, denn die Hintergründe für die Entführung werden erst sehr spät aufgedeckt.

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Buchtipp: „Der Psychopath“ von Bram Dehouck

Erzählt wird in diesem spannenden Kurz-Thriller von dem Zahnarzt Chris Walschap, der im Laufe der Jahre zu der Überzeugung gelangt, dass sein 11-jährige Sohn Sam ein geborener Psychopath ist, der als Erwachsener schlimme Dinge tun wird. Sam ist schon von klein auf aufbrausend und aggressiv, andererseits aber auch äußerst charmant und manipulativ. Als Sam dann seiner Katze den Bauch aufschlitzt, sieht Chris in Sams Tod den einzigen Weg, um Schlimmeres zu verhindern. Er holt seinen Sohn von der Schule ab und macht mit ihm einen Ausflug in den Wald – doch Sams Mutter alarmiert die Polizei …

Die Story wird vertieft durch Rückblenden in Chris‘ Kindheit, in der er ein traumatisches Erlebnis hatte, und durch die Perspektiven von Sams Mutter und den ermittelnden Polizisten. Nach und nach bekommt man ein klareres Bild von der gesamten Situation, bis das Ende den Leser völlig aus der Fassung bringt.

Mein Fazit: Ein spannendes, aber auch verstörendes Buch, das man gut an einem Nachmittag durchlesen kann.

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Buchtipp: „Die Lebenden und Toten von Winsford“ von Hakan Nesser

nesserIn dem psychologischen Thriller erzählt die 55jährige Maria, welche Geschehnisse sie und ihren Hund mitten im Winter in ein kleines, abseits gelegenes Cottage in Exmoor geführt haben. Während sie mit depressiven Stimmungen und der Einsamkeit in der kargen Heidelandschaft kämpft, enthüllt sie nach und nach die Geschichte ihres Lebens und ihrer kaputten Ehe mit dem Schriftsteller Martin Holinek. Seltsame, unerklärliche Dinge passieren um Maria herum, und sie fühlt sich immer mehr verfolgt – bis sie schließlich ganz am Ende doch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.

Der Autor deutet vieles nur an und lässt so eine latent unheimliche Stimmung entstehen, die durch die Beschreibung der tristen winterlichen Heidelandschaft noch intensiver wird. Und obwohl der Grund für Marias Flucht schon sehr früh beschrieben wird, bleibt es dennoch spannend bis zum Schluss.

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Buchtipp: „Die Flutwelle“ von Mikael Niemi

Ich kann nur sagen: Wow, ein Buch, das mich sofort derart in seinen Bann gezogen hat, dass ich es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte! Der Autor schreibt so packend und intensiv, dass man fast atemlos über die Zeilen fliegt, um schnellstens mehr über die Protagonisten und ihr dramatisches Schicksal zu erfahren.

Flutwelle

Zur Story: nach ausdauernden und heftigen Regenfällen bricht ein Staudamm im Norden Schwedens. Ein gewaltiger Tsunami aus Wasser, Geröll und Schlamm reißt alles mit, was sich ihm in den Weg stellt. Einzelne Personen können sich zunächst vor der herannahenden Flutwelle retten, kämpfen aber anschließend weiter ums Überleben – allein oder zu mehreren. Der Autor beschreibt, wie die Katastrophe über die unvorbereiteten Menschen hereinbricht und in ihnen sowohl das Beste, Menschlichste als auch das Schlechteste, Unmenschlichste zum Vorschein bringt. Die Hauptfiguren sind: ein Mann in einem teuren Auto, ein lebensmüder Hubschrauberpilot und seine Exfrau, eine ausgebrannte Künstlerin, eine hochschwangere junge Frau (die Tochter des Piloten) und ein brutaler Kraftwerks-Mitarbeiter.

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Buchtipp: „Warum Frauen immer Sex wollen und Männer immer Kopfschmerzen haben“ von Christian Thiel

thielWer kennt sie nicht, Sprüche wie „Männer wollen immer nur das Eine“, „Eine gute Beziehung erfordert Beziehungsarbeit“, „Männer sind rational“, „Eine Affäre kann eine Beziehung beleben“ oder „Eine Frau über 40 trifft eher einen Tiger als einen Mann“. Christian Thiel, von Beruf langjährig erfahrener Berater für Paare und Singles, nimmt diese und 32 weitere populäre Meinungen zum Thema Liebe, Sex und Beziehung auseinander und widerlegt sie alle. In den einzelnen Kapiteln lässt er Beispiele und Erfahrungen aus seiner Berufspraxis einfließen und gibt zusätzlich gute und praktiable Tipps zur Beziehungspflege. Einiges überrascht, Anderes erleichtert, Alles ist fundiert erklärt und belegt – und es ist außerdem auch noch sehr unterhaltsam geschrieben. Wenn Sie also bereit sind, Ihre eigenen Glaubenssätzen gegebenenfalls über Bord zu werfen und sich der Realität zu stellen – greifen Sie zu diesem Buch!

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Buchtipp: „Resilienz“ von Christina Berndt

ResilienzDie Wissenschaftsjournalistin Berndt beschreibt den Fachbegriff Resilienz als  „Hornhaut auf der Seele“. Resiliente Menschen können sich besser als andere vor überfordernden Ansprüchen in Beruf und Alltag schützen, große und kleine Schicksalsschläge werden von ihnen besser verkraftet als von Nicht-Resilienten. Anhand von vielen Fallbeispielen beschreibt die Autorin gut verständlich und nachvollziehbar, was genau resiliente Menschen auszeichnet und von anderen unterscheidet. Die beste Nachricht lautet: Resilienz ist nicht einfach angeboren, man kann sie lernen – nicht nur in der Kindheit, sondern auch noch im Erwachsenenalter! Und dafür gibt Berndt auch  Tipps und Hinweise. Fazit: ein rundum gelungens Buch, das sowohl wissenschaftlich fundiert, als auch als Ratgeber hilfreich ist.

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DVD-Tipp: „Death of a Superhero“

Superhero_DVDWenn ein Buch verfilmt wird, ist es bei mir oft so, dass ich entweder nur das Buch oder nur den Film mag. Der Film, den  ich hier vorstelle, hat mich so fasziniert, dass ich mir direkt auch die Buchvorlage zu Gemüte geführt habe – und nun kann ich mich nicht entscheiden, ob mir Buch oder Film besser gefallen haben.

Der Inhalt: Der 14jährige Donald will endlich wissen, wie das ist mit der Liebe, den Mädchen und dem Sex. Aber er hat nicht mehr viel Zeit, denn er ist todkrank – Krebs. Da sitzt er nun mit seinen besorgten Eltern, seinem merkwürdigen Psychologen, seinem außergewöhnlichen Zeichentalent und seinem Hunger auf’s Leben und geht zur Chemotherapie statt auf Parties. In seinen selbstgezeichneten Comics hat er als Superheld einen Schlag bei den Frauen und kämpft erfolgreich gegen seinen Todfeind. Im richtigen Leben lernt er das Mädchen Shelly kennen und verliebt sich in sie – aber das richtige Leben ist viel komplizierter als die Comicwelt. Und seine Krankheit macht die Bewältigung seiner Probleme auch nicht gerade einfacher …

Superhero_buch

Das Buch ist eher ein Drehbuch als ein fortlaufender Roman, es gibt entsprechende Szenenbeschreibungen und Dialoge. Es geht auch mehr in die Tiefe als der Film. Passend zur Handlung sind immer wieder Szenen aus Donalds Comic um den Superhelden MIRACLEMAN eigestreut. Diese Comicszenen kommen im Film natürlich viel besser rüber, sie sind sozusagen ein Film im Film.  Außerdem konzentriert sich der Film auf die wichtigsten Handlungsstränge und lässt manche Szene aus dem Buch einfach weg, ohne allerdings die Kernaussagen zu beeinträchtigen. Alles in allem überzeugen sowohl Buch als auch Film gleichermaßen, jede Form mit den ihr eigenen Mitteln.

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