Schlagwort-Archive: Sachbuch

Buchtipp: „Esther, das Wunderschwein“ von Steve Jenkins u. a.

Steve Jenkins wohnt mit seinem Lebensgefährten, einer Mitbewohnerin, zwei Hunden und zwei Katzen auf 90 Quadratmetern in einem Haus mitten in Toronto. Mehr oder weniger durch Zufall nehmen die beiden ein angebliches Minischwein bei sich auf, das sich jedoch bald als normales Hausschwein entpuppt. Doch bis dahin hat „Esther“ die Herzen der beiden Männer bereits erobert.

Steve Jenkins u. a.: "Esther, das Wunderschwein"

Steve Jenkins u. a.: „Esther, das Wunderschwein“

Steve erzählt charmant, liebevoll und mit viel Humor, wie das Schwein heranwächst und welche Umstellung und welchen Aufwand es bedeutet, ein ausgewachsenes Hausschwein in der Wohnung zu halten. Aber er beschreibt auch, wie zutraulich und amüsant Esther ist. Steve und Derek werden schließlich zu Veganern, richten einen Facebook-Account für Esther ein und kaufen – unterstützt von Crowdfunding – eine Farm außerhalb der Stadt, um dort einen Gnadenhof für Nutztiere zu führen.

Buchtipp: „Küstenhäkelbuch“ von Sam Lavender

kuesteHier kommt das ultimative Buch für alle Handarbeitsfans, die die See lieben – oder jemanden beschenken möchten, der Nord- oder Ostseefan ist! Unter den originellen und witzigen Häkelmodellen findet man alles, was küstentypisch ist und die Nord- und Ostsee so liebenswert macht: Möwen und Muscheln, Friesen- und Matrosenhut, Matjes und Fischbrötchen, Schafe und Reetdachhaus, dazu Leuchtturm-Türstopper, Deich-Nackenkissen, Schollen-Topflappen und und und …  Die Modell sind witzig inszeniert und fotografiert, detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen machen das Nacharbeiten leicht – Urlaubsstimmung inklusive! Eine „lütte Knüttschool“ hinten im Buch vermittelt alles nötige Wissen, damit auch Häkelanfänger sofort loslegen können.

Übrigens, genauso liebevoll aufgemacht ist der Titel „Häkel dir dein Revier„, den ich schon im August vorgestellt hatte und der witzige Häkelmodelle mit Ruhrpottbezug zeigt (Grubenhelm, Förderturm, Pommes Schranke, Trinkhalle …).

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Buchtipp: „Warum riecht der Fisch nach Fisch?“ von Andy Brunning

fischAndy Brunning ist Chemielehrer an einem britischen Gymnasium. Vielleicht ist das der Grund, warum er es schafft, komplexe chemische Zusammenhänge so zu erklären, dass man sie auch ohne größere Vorkenntnisse gut verstehen kann.  In diesem Buch sind 57 Beispiele aus dem Bereich der Lebensmittelchemie versammelt. Das mag jetzt sehr trocken und nüchtern klingen, ist aber das genaue Gegenteil, nämlich sehr unterhaltsam und bunt. Pro Doppelseite wird eine Frage geklärt, wie z.B. „Warum schmeckt O-Saft nach dem Zähneputzen bitter?“, „Warum duftet gebratener Speck so lecker?“, „Macht der Verzehr von Putenbraten schläfrig“ oder „Soll man Schokolade im Kühlschrank aufbewahren?“. Meine Lieblingsfrage ist: „Warum leuchtet Tonic Water unter Schwarzlicht?“ – ich würde das zu gerne selbst mal testen, wenn ich nur wüsste, wie ich an Schwarzlicht komme …

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Buchtipp: „Häkel dir dein Revier“ von Yvonne Markus und Annika Schloucks

häkelrevierIch bin ja jetzt nicht so ein Fan von Handarbeiten, und Häkeln kann ich höchstens Topflappen – aber als ich dieses Häkelbuch entdeckt habe, war ich sofort hin und weg und hatte direkt Lust, Häkelgarn und -nadeln zu kaufen und loszulegen 🙂 Meine Favoriten sind definitiv der Grubenhelm mit abnehmbarer (!) Lampe, das lecker Pilsken und die Reviertaube – alles gehäkelt! Gut, meine Fähigkeiten reichen wahrscheinlich maximal für den Schal mit der Ruhrpott-Skyline, aber ich hatte mächtig Spaß beim Durchblättern und Entdecken der über zwanzig originellen Häkelmodelle. Neben den oben genannten gibt es da auch noch Tana Schanzara, Tegtmeier und Schimmi als Häkelfiguren, einen Förderturm und eine Grubenlore, eine Trinkhalle und eine Portion Currywurst-Pommes-rotweiß, und und und.

Zu den witzig inszenierten Fotos der Häkelmodelle gibt es natürlich auch noch jeweils eine ordentliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit das Nacharbeiten auch klappt, und einen kleinen Häkel-Grundkurs am Ende des Buches. Also nix wie ran an die Häkelnadeln!

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Buchtipp: „Der Dinge-Erklärer – Komplizierte Sachen in einfachen Worten“ von Randall Munroe

munroeStellen Sie sich vor, Sie haben nur die 1.000 gebräuchlichsten Wörter zur Verfügung, möchten aber erklären, wie z.B. ein Fahrstuhl, ein Hubschrauber oder ein Smartphone funktioniert. Sie meinen, das geht gar nicht? Randall Munroe, Comiczeichner und ehemaliger Roboteringenieur der NASA, hat mit seinem Buch „Dinge-Erklärer“ genau das geschafft. Auf jeweils 1 bis 2 Seiten erklärt er in kurzen Sätzen, einfacher Sprache und mit Hilfe von großformatigen, detailreichen Zeichnungen, wie technische Einrichtungen, Alltagsgeräte und naturwissenschaftliche Phänomene funktionieren. Und am Ende weiß man, was wichtig ist beim „Hochziehzimmer“, wie ein „Himmelsboot mit Drehflügeln“ oder ein „Handcomputer“ funktionieren – oder auch, wie die „sehr kleinen Wasserbeutel, aus denen wir gemacht sind“ (Körperzellen) aufgebaut sind. Ein sehr erfrischender Blick auf die Welt 🙂

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Buchtipp: „50 Tiere, die unsere Welt veränderten“ von Eric Chaline

50TiereIn diesem interessanten und unterhaltsamen Sachbuch werden auf jeweils 4 bis 6 Seiten Tiere porträtiert, die die menschliche Zivilisation entscheidend mitgeprägt haben. Zum Beispiel die Honigbiene, die für die Bestäubung von Nutzpflanzen äußerst wichtig ist und auch noch Honig produziert. Zum Beispiel das Hauspferd, das als Transport- und Reittier und zeitweise auch als Statussymbol eine bedeutende Rolle spielte. Zum Beispiel der Regenwurm, der die Durchlüftung und Fruchtbarkeit unserer Böden verbessert und dadurch die Landwirtschaft positiv beeinflusst. Für die Kategorien Nahrung, Medizin, Wirtschaft/Handel und Geschichte/Kultur gibt es noch viele weitere Beispiele, wie Hauskatze, Wanderfalke, Seidenspinner, Brillenschlange, Karpfen, Blutegel … Herusgekommen ist ein gut lesbares, durch viele Abbildungen aufgelockertes Buch, mit dessen Häppchen-Informationen man bestimmt auch gut beim Smalltalk punkten kann 😉

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Buchtipp: „Wir Erben“ von Julia Friedrichs

ErbenDie freie Journalistin Julia Friedrichs hat schon mehrere sozial- und gesellschaftskritische Reportagen veröffentlich. In ihrem neuesten Buch beschreibt sie einen noch wenig bekannten, aber dennoch stetig wachsenden Teil der Gesellschaft: die Gruppe der Menschen, deren Leben durch ein (mehr oder weniger großes) Erbe bestimmt wird. Für das Buch interviewte sie viele Angehörige dieser „Parallelgesellschaft“:  Menschen, denen das ererbte Geld peinlich ist; Erben, die sich mit ihren Miterben völlig zerstritten haben; Menschen, die durch ihr immenses Erbe keinen echten Sinn in ihrem Leben mehr finden können; Menschen, die enterbt wurden oder selbst enterben. Und sie stellt die Frage, warum in unserer Gesellschaft, in unserem Staat, Arbeitsleistung benachteiligt und Erbvermögen begünstigt wird. Die poltische und persönliche Dimension ist dabei sehr ausgewogen, Gesellschaftskritik geht Hand in Hand mit echtem Interesse für die Interviewpartner. Alles in allem ein interessantes Buch zu einem interessanten Thema.

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Buchtipp: „Pimp your Home“ von Marie-Helen Hoffstaedter

pimpMan kann Ikea-Möbel so verwenden, wie es der Hersteller beabsichtigt. Oder man kann die Prokukte auf unorthodoxe Weise neu kombinieren und erhält dann stylische oder witzige, auf jeden Fall aber individuelle Möbel. Zum Beispiel wird eine Servierschüssel zur Lampe, ein Laptoptisch verwandelt sich in einen Teewagen, Klappstühle geben eine wunderbare Garderobe ab oder ein Lacktisch wird zum Sessel umgebaut. Manche Projekte sind etwas aufwendiger, bei anderen werden „nur“ die Möbelfüße ausgetauscht oder kleine Details verändert oder ergänzt. Immer gibt es einen Einkaufsliste und eine genaue Anleitung, was zu tun ist, so dass sich auch ungeübte Heimwerker an die Umsetzung der Ideen wagen können.

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Buchtipp: „Unbändige Liebe“ von Jennifer S. Holland

Im Dezember 2013 hatte ich den wunderschönen kleinen Bildband „Ungleiche Freunde“ von der selben Autorin vorgestellt. Nun liegt ein Nachfolgeband auf meinem Tisch, den ich den Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte: „Unbändige Liebe – Neue wundersame Geschichten aus dem Tierreich“.

unbändigWieder werden ungewöhnliche und anrührende Freundschaften zwischen Tieren über alle Artengrenzen hinweg beschrieben – und dieses Mal sind auch einige besondere Freundschaften zwischen Menschen und Tieren dabei. Beispiele? Aber klar doch: Ein Pitbull lässt sich von einer Königsboa umwickeln; ein streunender Kater nimmt Kontakt zu einem Delfin auf; eine Dalmatiner-Hündin kümmert sich um ein schwarz-weiß geflecktes (!), von seiner Mutter verlassenes Lamm;  ein Fuchsjunges wählt einen erwachsenen Jagdhund zum Spielgefährten; eine Studentin zieht ein einem Wildlife Center ein verletztes Elchkalb groß. Sogar die Geschichte des schwarzen Schwans vom Münsteraner Aasee,  der sich in ein weißes Schwanenboot aus Plastik verguckt hat, ist in dem Band enthalten 🙂 Wie im Vorgängeband werden die Freundschaften, ihre Hintergründe und ihr Verlauf  sachlich, aber liebevoll geschildert und mit wunderbaren Fotos bebildert.

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Buchtipp: „Teenie-Leaks“ von Paul Bühre

teenieUnd schon wieder empfehle ich einen Bestseller: Der 15-jährige Berliner Gymnasiast Paul Bühre gewährt auf amüsante Art und Weise einen Einblick in die Welt der heutigen Jugendlichen – zumindest der männlichen. Der Untertitel des Buches lautet vielsagend: „Was wir wirklich denken (wenn wir nichts sagen)“. Dementsprechend kann man alles mögliche erfahren über  die Haltung von halbwüchsigen Jungs zu Freunden, Eltern, Erziehungsmethoden, Liebe, Sex, Pubertät, Klamotten, Kommunikation, Computerspielen und so weiter. Das Fazit ist: die Jugend von heute ist eigentlich ganz normal und auf keinen Fall so schlimm, wie manche Erwachsene glauben (oder befürchten) …

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