Schlagwort-Archive: Skurriles

Buchtipp: „Hausbesuche“ von Stephanie Quitterer

rotkapiStellen Sie sich vor, es klingelt an Ihrer Wohnungstür und vor der Tür steht eine wildfremde junge Frau mit einem selbstgebackenen Kuchen in der einen und einem Rotkäppchenkorb voller Tee und Kaffee in der anderen Hand, die jetzt und sofort mit Ihnen in Ihrer Wohnung ein Kaffeekränzchen abhalten möchte. Einfach so, um Sie kennen zu lernen und ein wenig mit Ihnen zu plaudern. Würden Sie die Tür schnell wieder schließen? Oder würden Sie die fremde Person in Ihre Wohnung lassen? Sie denken jetzt: „Egal, das macht doch sowieso keiner“? Weit gefehlt, denn Stephanie Quitterer hat genau das gemacht, in Berlin, in ihrem Kiez, und sie hat darüber erst in einem Blog berichtet und dann ihre Erlebnisse in einem Buch veröffentlicht.

Und auch wenn ich nicht die geringste Ahnung habe, ob ich selbst im Falle eines solchen Besuchs eher panisch oder cool reagiert hätte – ich hatte viel Spaß an den Erlebnissen von „Rotkapi“ (wie sie sich während ihrer Aktion genannt hat). Mit viel Selbstironie  und in einem locker-flockigen Stil beschreibt Quitterer, wie sie überhaupt auf die Idee gekommen ist (eine Wette) und was sie so alles erlebt hat (jede Menge Skurriles). Und sozusagen als Topping liefert sie noch mit jedem Kapitel ein Rezept ihrer selbst gebackenen Kuchen, mit denen sie sich auf den Weg zu ihren unbekannten Nachbarn gemacht hat –  zum Nachbacken geeignet!

Also: Lesen, Backen, Nachmachen!

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Buchtipp: „Esther, das Wunderschwein“ von Steve Jenkins u. a.

Steve Jenkins wohnt mit seinem Lebensgefährten, einer Mitbewohnerin, zwei Hunden und zwei Katzen auf 90 Quadratmetern in einem Haus mitten in Toronto. Mehr oder weniger durch Zufall nehmen die beiden ein angebliches Minischwein bei sich auf, das sich jedoch bald als normales Hausschwein entpuppt. Doch bis dahin hat „Esther“ die Herzen der beiden Männer bereits erobert.

Steve Jenkins u. a.: "Esther, das Wunderschwein"

Steve Jenkins u. a.: „Esther, das Wunderschwein“

Steve erzählt charmant, liebevoll und mit viel Humor, wie das Schwein heranwächst und welche Umstellung und welchen Aufwand es bedeutet, ein ausgewachsenes Hausschwein in der Wohnung zu halten. Aber er beschreibt auch, wie zutraulich und amüsant Esther ist. Steve und Derek werden schließlich zu Veganern, richten einen Facebook-Account für Esther ein und kaufen – unterstützt von Crowdfunding – eine Farm außerhalb der Stadt, um dort einen Gnadenhof für Nutztiere zu führen.

Buchtipp: „Küstenhäkelbuch“ von Sam Lavender

kuesteHier kommt das ultimative Buch für alle Handarbeitsfans, die die See lieben – oder jemanden beschenken möchten, der Nord- oder Ostseefan ist! Unter den originellen und witzigen Häkelmodellen findet man alles, was küstentypisch ist und die Nord- und Ostsee so liebenswert macht: Möwen und Muscheln, Friesen- und Matrosenhut, Matjes und Fischbrötchen, Schafe und Reetdachhaus, dazu Leuchtturm-Türstopper, Deich-Nackenkissen, Schollen-Topflappen und und und …  Die Modell sind witzig inszeniert und fotografiert, detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen machen das Nacharbeiten leicht – Urlaubsstimmung inklusive! Eine „lütte Knüttschool“ hinten im Buch vermittelt alles nötige Wissen, damit auch Häkelanfänger sofort loslegen können.

Übrigens, genauso liebevoll aufgemacht ist der Titel „Häkel dir dein Revier„, den ich schon im August vorgestellt hatte und der witzige Häkelmodelle mit Ruhrpottbezug zeigt (Grubenhelm, Förderturm, Pommes Schranke, Trinkhalle …).

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Buchtipp: „Warum riecht der Fisch nach Fisch?“ von Andy Brunning

fischAndy Brunning ist Chemielehrer an einem britischen Gymnasium. Vielleicht ist das der Grund, warum er es schafft, komplexe chemische Zusammenhänge so zu erklären, dass man sie auch ohne größere Vorkenntnisse gut verstehen kann.  In diesem Buch sind 57 Beispiele aus dem Bereich der Lebensmittelchemie versammelt. Das mag jetzt sehr trocken und nüchtern klingen, ist aber das genaue Gegenteil, nämlich sehr unterhaltsam und bunt. Pro Doppelseite wird eine Frage geklärt, wie z.B. „Warum schmeckt O-Saft nach dem Zähneputzen bitter?“, „Warum duftet gebratener Speck so lecker?“, „Macht der Verzehr von Putenbraten schläfrig“ oder „Soll man Schokolade im Kühlschrank aufbewahren?“. Meine Lieblingsfrage ist: „Warum leuchtet Tonic Water unter Schwarzlicht?“ – ich würde das zu gerne selbst mal testen, wenn ich nur wüsste, wie ich an Schwarzlicht komme …

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Buchtipp: „Häkel dir dein Revier“ von Yvonne Markus und Annika Schloucks

häkelrevierIch bin ja jetzt nicht so ein Fan von Handarbeiten, und Häkeln kann ich höchstens Topflappen – aber als ich dieses Häkelbuch entdeckt habe, war ich sofort hin und weg und hatte direkt Lust, Häkelgarn und -nadeln zu kaufen und loszulegen 🙂 Meine Favoriten sind definitiv der Grubenhelm mit abnehmbarer (!) Lampe, das lecker Pilsken und die Reviertaube – alles gehäkelt! Gut, meine Fähigkeiten reichen wahrscheinlich maximal für den Schal mit der Ruhrpott-Skyline, aber ich hatte mächtig Spaß beim Durchblättern und Entdecken der über zwanzig originellen Häkelmodelle. Neben den oben genannten gibt es da auch noch Tana Schanzara, Tegtmeier und Schimmi als Häkelfiguren, einen Förderturm und eine Grubenlore, eine Trinkhalle und eine Portion Currywurst-Pommes-rotweiß, und und und.

Zu den witzig inszenierten Fotos der Häkelmodelle gibt es natürlich auch noch jeweils eine ordentliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit das Nacharbeiten auch klappt, und einen kleinen Häkel-Grundkurs am Ende des Buches. Also nix wie ran an die Häkelnadeln!

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Buchtipp: „Unbändige Liebe“ von Jennifer S. Holland

Im Dezember 2013 hatte ich den wunderschönen kleinen Bildband „Ungleiche Freunde“ von der selben Autorin vorgestellt. Nun liegt ein Nachfolgeband auf meinem Tisch, den ich den Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte: „Unbändige Liebe – Neue wundersame Geschichten aus dem Tierreich“.

unbändigWieder werden ungewöhnliche und anrührende Freundschaften zwischen Tieren über alle Artengrenzen hinweg beschrieben – und dieses Mal sind auch einige besondere Freundschaften zwischen Menschen und Tieren dabei. Beispiele? Aber klar doch: Ein Pitbull lässt sich von einer Königsboa umwickeln; ein streunender Kater nimmt Kontakt zu einem Delfin auf; eine Dalmatiner-Hündin kümmert sich um ein schwarz-weiß geflecktes (!), von seiner Mutter verlassenes Lamm;  ein Fuchsjunges wählt einen erwachsenen Jagdhund zum Spielgefährten; eine Studentin zieht ein einem Wildlife Center ein verletztes Elchkalb groß. Sogar die Geschichte des schwarzen Schwans vom Münsteraner Aasee,  der sich in ein weißes Schwanenboot aus Plastik verguckt hat, ist in dem Band enthalten 🙂 Wie im Vorgängeband werden die Freundschaften, ihre Hintergründe und ihr Verlauf  sachlich, aber liebevoll geschildert und mit wunderbaren Fotos bebildert.

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Welchen Teil von mir wünschen Sie zu speisen?

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Foto: © Monja Dallmeyer

Eine Lesung an schwarzem britischem Humor am 29.05.2015

Der Förderverein der Stadtbibliothek im Glashaus e.V. feiert sein 10jähriges Bestehen mit einer “Lesung an schwarzem britischem Humor“ vom Feinsten!
Unter dem Titel „Welchen Teil von mir wünschen Sie zu speisen?“  liest der Schauspieler, Rezitator und Stimmtrainer Rainer Rudloff am Freitag, 29. Mai 2015, um 20 Uhr, im Glashaus schwarzhumorige  Geschichten aus Werken von Roald Dahl  („Küßchen, Küßchen!“) sowie Auszüge aus Douglas Adams Roman  „Das Restaurant am Ende des Universums“.

Workshop: „Lebendig und nachhaltig vorlesen“  am 30.05.2015

Wer seine eigenen Fähigkeiten als Vorleserin oder Vorleser verbessern möchte, für den bietet Rainer Rudloff am Samstag, 30. Mai, von 10.30 bis 14 Uhr den Workshop „Lebendig und nachhaltig vorlesen“ an. Rudloff vermittelt anschaulich die Grundlagen für ausdrucksstarkes und zugewandtes Vorlesen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die anatomischen und funktionellen Grundlagen des Sprechens kennen. Sie erleben, wie sie der Sprache durch Artikulation und Lautkraft Gestalt geben können.

Der Workshop wird in Kooperation mit der Volkshochschule Herten durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt. Gerne können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Texte, aus denen sie vorlesen möchten, mitbringen.

Tickets für die Lesung und Anmeldungen zum Workshop

Karten zur Lesung gibt es im Glashaus, Hermannstraße 16. Sie kosten im Vorverkauf 10 Euro und an der Abendkasse 12 Euro. Mitglieder des Fördervereins Stadtbibliothek im Glashaus e. V. zahlen 8 Euro, HertenPass-Inhaber sowie Schülerinnen und Schüler 6 Euro.

Wer am Workshop interessiert ist, meldet sich bitte bei der VHS Herten, Resser Weg 1, 45699 Herten, Tel. (0 23 66) 303 580, E-Mail: v.drosten@herten.de, an. Der Workshop kostet 10 Euro. Schülerinnen und Schüler zahlen 7 Euro, HertenPass-Inhaber 6 Euro.

Buchtipp: „Neon unnützes Wissen – Tiere“

neon_tiereWussten Sie schon, dass Australien Kamele nach Saudi-Arabeien exportiert? Dass Donald Ducks zweiter Vorname „Fauntleroy“ lautet? Dass Kraken 8 Arme, 1 Hauptgehirn, 8 Nebengehirne und 3 Herzen haben ? Oder dass die Katze das einzige Haustier ist, das in der Bibel nicht erwähnt wird? Sie meinen, es ist auch nicht nötig, das zu wissen? Stimmt, aber es ist ziemlich unterhaltsam, darüber zu lesen und sich vielleicht die eine oder andere skurrile Information zu merken, um im richtigen Moment beim Small Talk  damit zu glänzen 😉

Ich habe mich auf jeden Fall köstlich amüsiert über diese unnützen Wissensbröckchen aus dem Tierreich. Und das schönste ist: es gibt nicht nur weitere Bücher mit gesammeltem unnützen Wissen der Zeitschrift NEON (z.B. auch Fußball-Wissen), sondern es gibt auf der Website des Magazins auch eine Rubrik „Das unnütze Wissen des Tages“ – eine wahre Fundgrube!

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Buchtipp: „Kann ich mal Ihre Wohnung sehen?“ von Naomi Schenck

schenckDie Autorin ist Szenenbildnerin und hat Wohnungen und ihre Einrichtung überall in der Welt fotografiert. Bei dieser Gelegenheit (oder schon vorher) hat sie meist auch die Wohnungsbesitzer kennen gelernt und ihre Eindrücke in kurzen Geschichten aufgeschrieben. 28 dieser bebilderten Geschichten, die ursprünglich im Reiseteil der FAZ veröffentlicht wurden, sind in diesem Band versammelt. Herausgekommen ist ein interessantes, aber auch leicht skurriles Buch. Die Geschichten sind wie ein neugieriger Blick durch’s Schhlüsselloch in das Leben anderer Leute (wie das gut gestaltete Cover auch schon andeutet). Die wilde Mischung einzelner Momentaufnahmen aus London, Wuppertal, Kiew oder Beverly Hills ist mal heiter, mal melancholisch, mal merkwürdig, aber in der Regel faszinierend. Eigentlich möchte man oft noch mehr erfahren über die Wohnungsbesitzer, oder wissen, wie sich die Geschichten weiter entwickeln. Aber es bleibt eben bei einer Momentaufnahme …

 

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Buchtipp: „Funny girl“ von Anthony MacCarten

funnygirlAzime lebt als Tochter kurdisch-türkischer Einwanderer in London und träumt von einem anderen Leben, als es sich ihre traditionell denkenden Eltern für sie vorstellen. Sie widersetzt sich erfindungsreich den Bemühungen ihrer Mutter, einen passenden Ehemann für sie zu finden. Sie arbeitet ziemlich lustlos in der Möbelhandlung ihres Vaters. Und sie steht, verhüllt mit einer Burka,  erfolgreich als erste muslimische Standup-Comedian auf der Bühne, gesegnet mit einem guten Gespür für Witz und Komik. Natürlich macht sie sich damit nicht nur Freunde, sie wird sogar bedroht, aber Azime nimmt den Kampf auf … Der Autor schildert die Entwicklung Azimes mit viel Humor und Sympathie, so dass man die junge Frau gerne mal kennen lernen würde.

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